Flusskrebse
Jedes Jahr im August ist es wieder soweit – die Krebssaison wird eröffnet.
Wenn Sie in dieser Jahreszeit in Schweden nachts unterwegs sein sollten und plötzlich an vermeintlich einsamen Stellen Menschen mit Taschenlampen und Netzen “bewaffnet” sehen, so brauchen Sie keine Angst zu haben, denn wahrscheinlich handelt es sich nur um Schweden, die Ihren Krebsfang überprüfen möchten.
Um Krebse zu angeln, bedarf es nicht viel – einen “Krebsteller”, der mit totem Fisch oder Muscheln angerichtet wird, gutes Schuhwerk, einige Eimer und eine schnelle, ruhige Hand.
Der Krebsteller wird in einen Bach (wie wir ihn bei uns im Garten haben) oder Fluß, bzw. See gehängt und wenn es dunkel ist, überprüft man mittels der Taschenlampe, ob Krebse sich zum Fressen niedergelassen haben. Wenn das der Fall ist, gilt es, möglichst schnell und ruhig das Netz hochzuziehen und die Krebse in den Eimer zu befördern.
Sie glauben, das hört sich einfach an?
Keineswegs ist es das, vorallem wenn man bedenkt, dass die Krebse versuchen, den Teller schnellst möglichst wieder zu verlassen (was sie sehrwohl problemlos können) und die Eimer oftmals nicht in unmittelbare Nähe gestellt werden können, aufgrund des oftmals unwegsamen Geländes (daher auch das gute Schuhwerk).
Die Chance, den Krebs zu fangen und für das Tier zu entkommen steht also 50:50.
Mittlerweile gibt es aber auch schon herkömmliche Reusen, womit die Tiere eingefangen werden können. Dies ist zwar wesentlich einfacher, da die Tier jetzt fast chancenlos sind, macht aber weniger Spaß.
Wie auch immer man zu den Krebsen kommt, die Krebsparties, ebenfalls eine alte Tradition, machen in jedem Fall Spaß und dies wird auch überall im ganzen Land praktiziert.
Probieren Sie es auch aus!
Wir organisieren für Sie eine ganz private, traditionelle Krebsparty.
